Board

Carla Bobadilla ist eine forschende Künstlerin. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Entwicklung von Kommunikations- und Vermittlungspraktiken, insbesondere in den Bereichen der postkolonialen Kritik und der Critical Race Theory. Als Senior Lecturer an der Akademie der bildenden Künste in Wien lehrt sie, wie man Formate entwickelt, die eine Verhandlung von Fragen zum kulturellen Erbe innerhalb eines postkolonialen Kontextes unter Verwendung dekolonisierender Methodologien ermöglichen. www.carlabobadilla.at 

Peter Haselmayerist Künstler (Walter Ego), Lehrer und Forscher und verbindet die jeweiligen Tätigkeitsfelder transdisziplinär in seinen unterschiedlichen Praxen. Er forscht zu österreichischer Kolonialgeschichte im Stadtraum Wiens und Kritischem Weißsein, sowie der Verwobenheit von Rassismus, Klasse und Gender. Er entwickelte den performativen Stadtspaziergang Hietzing kolonial: Deconstructing white Innocence und arbeitete in dem Projektzyklus Re-Making Hügel mit mehreren Künstler*innen, Aktivist*innen, Schüler*innen und Studierenden zu der Person und dem Denkmal von Karl Alexander Hügel. Aktuell arbeitet er an seiner Dissertation an der Akademie der Bildenden Künste Wien zu weißer, männlicher und anthropozentrischer Überlegenheit anhand kultureller Repräsentationen in Wien und entwickelt dafür performative Methoden des Verlernens als zukunftsgenerierende Praktiken kulturellen Erbes. Letzte Publikationen waren unter anderem Re-Making Hügel: Versuche dekolonialer Praxen in Kunst, Bildung und kollektivem Gedächtnis, und Koloniale Kontinuitäten im Stadtbild Wiens: Erinnerungspolitische Anstöße zu weißer* Überlegenheit am Beispiel von Straßennamen und Denkmälern. www.remakinghugel.wordpress.com www.walterego.at

Marietta Mayrhofer-Deak ist promovierte Soziologin, Schwerpunkte in Forschung und Lehre: soziologische Theorien, Geschichte der Soziologie, Perspektiven aus dem globalen Süden, post-, dekoloniale und feministische Ansätze. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich u.a. mit der Einbindung post- und dekolonialer Theorie in die soziologische Theoriebildung und arbeitete empirisch in Burkina Faso. Ihr Forschungszugang ist transdisziplinär, ihre Forschungsinteressen an ihrem Studienhintergrund orientiert (Soziologie, Internationale Entwicklung, Romanistik, Rechtswissenschaften). Sie lehrt am Institut für Soziologie der Universität Wien und ist Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie.

Gregor Seidl studierte Politikwissenschaft, Lateinamerikanistik und Internationale Entwicklung an der Universität Wien. Er lehrt am Institut für Politikwissenschaften und am Institut für Internationale Entwicklung und ist Mitglied der Redaktion des Journals für Entwicklungspolitik (JEP).

Marcela Torres Heredia ist Forschungs- und Lehrbeauftragte am Institut für Internationale Entwicklung und Teil des Forschungsprojekts The Socio-Ecological Crisis Up Close: Conflicts, Experiences and Alternatives in the Andean-Amazon Region. Ihre letzten Publikationen waren als Co-Editor das JEP 2020-2 and 3 – Europa verrücken – Kämpfe zwischen Kolonialität und Dekolonialisierung gemeinsam mit Johannes Korak, Franziska Kuche und Gregor Seidl, ein Review zu Silvia Rivera Cusicanquis´ Ch’ixinakax utxiwa. Eine Reflexion über Praktiken und Diskurse der Dekolonisierung, sowie Chronik der Verflechtungen: Auseinandersetzungen um symbolische Räume.

Die Anfänge von „Decolonizing in Vienna“ sind auf unserem Blog nachzulesen: wien: postkolonial blog